In der ILE Donauschleife soll man Heimat schmecken

Kooperation mit Gastronomen und der Genussregion Niederbayern

Das Jahresauftakttreffen der ILE Donauschleife stand ganz im Zeichen der Gastronomiebranche. Die ILE hatte die Wirte der Region, Verbandsvertreter und Projektverantwortliche der Genussregion Niederbayern zu einem ersten Kooperationstreffen eingeladen. ILE-Vorsitzende Liane Sedlmeier und ihre Bürgermeisterkollegen stellten die Bedeutung der Wirts- und Gasthäuser für ein attraktives Sozial-, Kultur- und Freizeitleben in den Gemeinden und Ortsteilen heraus. Entsprechend werden von der ILE Donauschleife schon seit Jahren auch Projekte im Gastronomieumfeld im Rahmen des Regionalbudgets der ILE mit einer mittlerweile deutlich fünfstelligen Summe gefördert.

Mit der neuen Initiative unter dem Motto „Heimat schmecken“ sollen Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet werden, um die Betriebe und die Branche im Ganzen da zu stärken. Das zentrale Problem des Fachkräftemangels kann dabei mittelbar angegangen werden, indem regionale Wertschöpfung und Kaufkraftbindung gestärkt werden. Ein besseres Verständnis der Branche soll für die Berufswahl werben und die das Preisbewusstsein auf Seiten den Kunden erhöhen, um angemessene Löhne zu sichern.

Wertschätzung und Bewusstsein für regionale Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln zu schaffen ist auch zentrales Ziel der Genussregion Niederbayern. Michael Kreiner, stellvertretender Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Niederbayern, stellte die Ziele und Angebote dieser im Aufbau befindlichen Kooperationsplattform vor. Zusammen mit den Akteuren in der ILE kann hier mit gemeinsamen Aktionen und Marketing viel erreicht werden, zeigte sich der Projektleiter überzeugt. Die Genussregion bietet unter anderem Kochkurse, Schulungen und Jahresthemen rund um Ernährung an. Im Jahr 2023 stehen Streuobst und Kräuter im Mittelpunkt.

Die Runde erarbeitete konkrete Kooperationsansätze. So sollen die regionalen Bezugsquellen für Lebensmittel transparent aufbereitet werden. Das erleichtert den Einkauf von den Betrieben wie auch der Endverbraucher. Ferner ist geplant, in Kooperation zwischen der ILE, der Genussregion Niederbayern und den interessierten Gasthäusern regionale Schmankerlwochen zu organisieren. Hier sollen im Wechsel der Lokalitäten betriebs-, regionaltypische und vielleicht auch etwas in Vergessenheit geratene Gerichte angeboten werden. Kombiniert mit Kulturangeboten oder einem Blick hinter die Kulissen von Küche und Landwirtschaft soll ein abwechslungsreiches Programm gestaltet werden.

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ILE-Vorsitzende Liane Sedlmeier (1. Reihe, 3. von links) und Michael Kreiner, stellvertretender Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Niederbayern (rechts daneben), im Kreis der ILE-Bürgermeister sowie von Vertretern aus Gastronomie und Lebensmittelerzeugung. (Foto: Dr. Wolfgang Fruhmann)

ILE-Vorsitzende Liane Sedlmeier (1. Reihe, 3. von links) und Michael Kreiner, stellvertretender Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Niederbayern (rechts daneben), im Kreis der ILE-Bürgermeister sowie von Vertretern aus Gastronomie und Lebensmittelerzeugung. (Foto: Dr. Wolfgang Fruhmann)